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About videopark

Videopark ist eine unabhängige Online-Galerie für Videokunst und pflegt eine wachsende Sammlung von Video-und Animationsarbeiten verschiedener Künstlerinnen und Künstler.

Videopark is an independent online video gallery. A growing collection of videos made by different artists.
The focus is on becoming a platform, where new clips can be seen regularly, where people can connect and comment the works.

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Disclaimer
Die Rechte der gezeigten Videos liegen bei den Künstlern. Kopieren oder Downloaden ist nicht gestattet.
Kopieren der Texte dieser Seite sind nur für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch gestattet.

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Projektbeschrieb

Projektbeschrieb in Form eines Kurzinterviews, analog zu den Begleitinterviews zu den Videoarbeiten

Eine provokative, direkte Frage zum Auftakt: Wozu braucht die Welt Videopark?

Videopark ist ein rund um die Uhr geöffneter, bleibender, virtueller Ausstellungsraum für Video. Die Arbeit von KünstlerInnen kann jederzeit online besucht werden. Videopark ist angelegt als Plattform für KünstlerInnen von KünstlerInnen. KünstlerInnen können hier ihre Arbeiten vor- und eben: hereinstellen. Und haben mit videopark.org andererseits einen Einblick in die aktuellen Arbeiten und Fragestellungen ihrer KollegInnen. Zu sehen sind teilweise auch ältere Arbeiten, die relevant sind. Sie sollen nicht zuletzt den Lauf der Dinge im Bereich Video dokumentieren – so zum Beispiel die Arbeit COPY von Esther Hunziker von 1994.
Das ist das eigentlich Neue von Videopark. Es wird hier nicht wie in Magazinen und Websites lange über Videokunst gesprochen, sondern das Video selbst hat das Wort. Videopark wurde 2007 gegründet und aufgeschaltet. Im Zentrum des Interesses von Videopark steht zum heutigen Zeitpunkt nicht die rigide Auswahl von Arbeiten. Im Zentrum des Interesses von Videopark steht das Vorstellen und Sichtbarmachen des Spektrum des Videoschaffens.
Die Videos werden durch kurze Interviews in ihrem Entstehungskontext situiert.
Das Engagement von mir, dem Macher hinter Videopark ist es bisher primär, mit videopark.org ein Bindeglied, ein Ort zu sein.
Kurzum: Videopark zeigt Videokunst.

Weshalb hast Du Videopark 2007 gegründet?

Eigentlich habe ich mich gewundert, dass es so etwas nicht schon so gibt. Die technischen Möglichkeiten, um Video im Netz anzuschauen, sind ja vorhanden. Die „Portale“ oder „Plattformen“, die ich gefunden habe, waren mir aber einfach zu umständlich oder zu umfangreich. Entweder man muss sich anmelden oder man klickt sich durch viele Namen oder Kategorien durch, um schlussendlich bei einer Biografie und ein paar Videostills zu landen. Ich wünschte mir eine Website wie „Youtube“ oder „dailymotion“, wo das Anschauen des Videos im Vordergrund steht, doch in kuratierter Form, also wo jemand Videos auswählt und schön präsentiert. Der nächste Gedanke war: Wieso mach ich das nicht selber?
Basel ist zwar eine Videostadt, es gibt mit dem Plug-in auch einen spannenden Ort des Diskurses zur Medienkunst. Dennoch bleiben die Videoarbeiten der KünstlerInnen hier entgegen der technischen Möglichkeiten vor allem auf den Rechnern der KünstlerInnen sitzen. Ich will mit Videopark einen modularen, unbegrenzten Ausstellungsraum für Video schaffen. Deshalb habe ich 2006 in Eigeninitiative also diese Website für KünstlerInnen und ihre Arbeiten in Angriff genommen.

Wie funktioniert es – zeigst Du nur Ausschnitte oder ganze Videos?

Es können Videoarbeiten ganz angeschaut werden, bis zu einer maximalen Länge von circa 4 Minuten. Ich habe eine kleine Zürcher Internetfirma gewinnen können, die als Sponsor den Speicherplatz gratis zur Verfügung stellt. Ich könnte jetzt circa 100 Videos hochladen. Das Speichervolumen nimmt jedoch progressiv zu. Die Kapazität wird auch künftig kein Problem sein.

Die technische Seite ist also gut gesichert. Videopark sieht, so finde ich, auch sehr gut aus und ist einfach nutzbar. Ich habe schon sehr verschiedene Arbeiten dort gesehen – Videos von Max Schmid, Collectif Fact, Barbara Naegelin, Bettina Disler, Esther Hunziker, den in Amsterdam lebenden Norweger Niko Stumpo. Der Neuzugang kommt von Kilian Rüthemann. Wie werden die Arbeiten und KünstlerInnen ausgewählt?

Videopark wurde im März 2007 eröffnet. Es ist zur Zeit also primär ein Sammeln. Es sind Videoarbeiten von KünstlerInnen und Künstlern aus meinem Umfeld hier in – der Videostadt – Basel. Eine Plattform für die KünstlerInnen von Künstler soll zuerst einmal für die Künstlerinnen und Künstler hier bekannt und nutzbar gemacht werden. Dann kann es möglicherweise weitere Kreise ziehen.
Ich schreibe ab und an auch KünstlerInnen an, von denen ich beispielsweise in einem Magazin gelesen habe, und die ich den KünstlerInnen hier vorstellen will.
In Magazinen ist es bisher so, dass man viel Text lesen kann, und dann hat es dazu ein, zwei Standbilder. Mit Videopark will ich einen Ort bieten, wo die Videos selbst angeschaut werden können. Jedoch auch nicht völlig ohne Kontext – deshalb das jeweilige Kurzinterview zu einem Video, in dem ich Fragen zum Inhaltlichen aber auch Formalen eines bestimmten Videos, zur Arbeitsweise der KünstlerInnen stelle.

Du bist also eine Art Sammler!

Ja genau. (Lacht) Das ist zur Zeit ein grosser Teil der Arbeit. Mittelfristig will Videopark.org Sonderausstellungen zu bestimmten Themen machen, die KünstlerInnen interessieren kann, und auch ein breiteres interessiertes Publikum. „Animation“ könnte zum Beispiel ein Thema sein. Aber auch eine Sonderausstellung zum weiten Thema „Geschichte“. Dann bin ich beispielsweise mit der Künstlerin Chris Regn / Galerie Helga Broll in Kontakt für einen gemeinsam zu lancierenden Wettbewerb mit einem Call for Entries. Die ausgewählten Arbeiten sollen in einem reellen Kunstraum vorgestellt werden, zum Beispiel im Lodypop Basel, wo Videopark am 22. März 2006 auch erstmals vorgestellt wurde. Eine Auswahl der Arbeiten würden reell örtlich, eine andere Auswahl virtuell auf videopark.org gezeigt.
Eigentlich ist Videopark.org ist ein Ausstellungsraum für Videokunst mit einer Videosammlung im Aufbau. Gut wäre, wenn man den KünstlerInnen für spezifische thematische Arbeiten/Wettbewerbe ein Honorar bezahlen könnte.

Wozu brauchst Du Projektunterstützung? Videopark.org gibt es bereits, Du hast alles selbst und ohne Geld auf die Beine gestellt.

Es ist eine spezielle Situation. Das Projekt läuft bereits. Aber es wäre jetzt wichtig, für die formale und inhaltliche Weiterentwicklung mehr Zeit zu haben. Und die KünstlerInnen künftig wie gesagt zum Beispiel für diese Spezialausstellungen auch zu bezahlen. Ich will Videopark vermehrt an Festivals vorstellen. Auch das braucht Zeit.
Für das Anschreiben von KünstlerInnen, die ganze Abwicklung, das Umkodieren fürs Internet, das begleitende Interview arbeite ich wöchentlich 1-2 Tage, bisher ohne irgend einen Lohn, was für mich als Freischaffender nicht ganz ohne ist. Es dauert etwa vier Wochen, bis ein Video von der Anfrage eines Künstlers auf dem Netz steht. Der aktuelle Neueingang zum Beispiel ist von einem Künstler, der zur Zeit in Istanbul ist.
Videopark.org ist ein Projekt mit offenem Ende. Der Anfang ist gemacht. Schön wäre es, die Plattform nun formal weiterzuführen und inhaltlich entwickeln zu können.
Ich möchte Videopark – wie ich es nun z.B. mit einer Postkarte bereits getan habe – erst unter den Künstlerinnen und Künstler in Basel bekannt machen.
Formal denkbar ist – dies aber eher ‚en passant’ – langfristig gesehen auch ein Sampler, eine Kollektion. Diese könnten wir beispielsweise zusammen mit einem Monitor vertreiben, den ein interessiertes breiteres Publikum zu Hause zum Ansehen oder auch privaten Zeigen aufhängen kann – wie ein Bild. An solchen Sachen könnten die KünstlerInnen auch verdienen. Hierfür könnte ich beispielsweise mit einer Kollegin, die in Montréal Kunst-Management studiert hat und viele Jahre in einem Filmvertrieb gearbeitet hat, heute in der Schweiz als technische Assistentin von Videokünstlern arbeitet, zusammen arbeiten.
Auch ein Download-Abo wäre denkbar. Die Videos auf Videopark kann man ja im Moment nicht einfach downloaden. Künftig könnte man Interessierten ein Download-Abo anbieten. Mir geht es mit Videopark vor allem um die Vielfalt – es sollen so viele Arbeiten wie möglich gezeigt werden, nicht nur die eh schon entdeckten Top-Shots.
In der Weiterentwicklung geht es mittelfristig nun aber erst einmal auch um Details: In Zukunft möchte ich auf der Website auch eine Suchfunktion einbauen, die Interviews übersetzen lassen. Und natürlich vor allem mehr Videos und KünstlerInnen vorstellen. In Zukunft möchte ich wie gesagt (thematische) Ausstellungen mit mehreren Arbeiten und Texten machen, oder auch GastkuratorInnen einladen, solche zu machen.
Eine Vielfalt der hier und jetzt entstehenden Videokunst soll von den Rechnern der KünstlerInnen in die virtuelle Öffentlichkeit gelangen. Das ist mein persönliches Interesse, und jetzt ein Engagement.
Videopark soll eine grosszügige Galerie sein, in der man primär viel sehen kann. Nicht nur die bereits international Bekannten, sondern auch der Prozess. Eine Plattform für KünstlerInnen von KünstlerInnen aus Basel.

Fragen: Anita Hugi, (Kultur-) Journalistin in Zürich und Basel, anitahugi.net

One Comment to “About videopark”

  1. Die Seite zu erstellen ist wirklich eine sehr gute Idee.ich schaue mir gerne Videos von Künstlern an und jeder der Künstler kann sich somit Impressionen holen und neue Ideen einsammeln…Schön, dass es Euch gibt!

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